ke. „Armut ist weiblich“ – mit dieser Schlagzeile macht in dieser Woche die r Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg aufmerksam auf ein gesteigertes Armutsrisiko von Frauen. Der Karlsruher Verein Sozialpädagogische Alternativen (Sozpädal) beteiligt sich mit einem Aktionstag am Donnerstag am Marktplatz.
Von 14 bis 17 Uhr informiert der Verein mit einem Stand über spezielle Ursachen von Frauenarmut: schlecht bezahlte Erwerbsarbeit in typischen Frauenberufen, etwa als Friseurin oder Arzthelferin, unbezahlte Kindererziehung, geringere Aufstiegsmöglichkeiten im Beruf, Nachteile bei Sozialleistungen und der Rente.
Durch Phasen ohne eigenes Einkommen und wegen niedrigerer Löhne hätten Frauen durchschnittlich nur halb so hohe Rentenansprüche wie Männer, rechnet die Liga vor.
Dem jüngsten Datenreport zufolge liegt bundesweit das Erwerbseinkommen von Frauen mindestens 20 Prozent unter dem Einkommen von Männern. Ein Koch etwa verdiente demnach monatlich im Schnitt 3 400 Euro, eine Köchin nur 2 060 Euro. .
BNN, 10.10.2011
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