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Möbel für den Verein Sozpädal

dis. Für Julia Meppiel war das gestern nicht einfach nur das Ende ihres ersten Lehrjahres. Die angehende Schreinerin, die die Berufsfachschule Holztechnik an der Heinrich-Hübsch-Schule besucht, hat wie ihre 33 Kolleginnen und Kollegen außerdem ein ganz besonderes Projekt beendet. Für den Verein Sozpädal fertigten die Auszubildenden mehrere Möbelstücke innerhalb einer umfangreichen Projektarbeit an. Die Möbelstücke wurden gestern Vormittag in einer kleinen Feierstunde an den Verein übergeben.

Drei Regale, zwei Plakatständer und eine Sitzbank für Kinder stehen künftig im Tagestreff für wohnsitzlose Frauen und in den Büroräumen des Vereins, der sich zur Aufgabe gemacht hat, obdachlosen Menschen zu helfen und zu beraten. Er besteht seit 30 Jahren und mietet unter anderem Wohnraum an, um dort Obdachlose unterbringen zu können. Die Leiterin des Tagestreffs für Frauen (Taff), Lissi Hohnerlein, zeigte sich begeistert von den neuen Möbelstücken und deren Funktionalität. Auch deshalb, weil sich der Verein über Spenden finanziere und nicht in der Lage sei, sich solch hochwertigen Möbel leisten zu können.

Schulleiter Hannes Ludwig sagte, für die Schule sei die Projektarbeit eine gute Gelegenheit, um zu sehen, „was denn geht“ bei den Schülern, die nun ihr Zeugnis für das erste absolvierte Lehrjahr erhalten.

Für die Schreinerlehrlinge war das Projekt eine „sehr gute Erfahrung“, betont die 22-jährige Julia Meppiel. „Mit dem Kunden zusammen so etwas durchzuziehen, ist schon etwas Besonderes“, fügt sie hinzu.

Den Auftrag erfassen und dokumentieren, die Funktionen, Maße und Proportionen überlegen, eine Materialliste erstellen und das Werkstück schließlich gemeinsam anfertigen – das sind nur einige der vielen Arbeitsschritte, die notwendig waren, um das Werk schließlich vollenden zu können.

Zudem hatten einige der Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit zu einem zehntägigen Aufenthalt in der Karlsruher Partnerstadt Krasnodar. „Wir haben dort mit einer Gruppe von russischen Schreinerlehrlingen zusammengearbeitet, die dann auch zum Gegenbesuch in Karlsruhe waren“, berichtet Julia Meppiel. „Das waren für uns interessante Einblicke.“

Der Obermeister der Schreinerinnung Karlsruhe, Rudolf Freiburger, beglückwünschte die Schüler zu ihrer Berufswahl. Man erhalte viel Bestätigung von Kunden, der Beruf sorge für Selbstzufriedenheit, meinte er.

BNN 20.07.2012

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