© Peter Empl

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Prekäre Jugend –prekäres Leben!

Die Kinemathek Karlsruhe zeigt in Zusammenarbeit mit SOZPÄDAL E.V. vom 06.03. - 09.03 2008 Filme vorwiegend über junge Menschen, die sich in schwierigen, unsicheren und von Armut und Gewalt geprägten Lebensverhältnissen befinden.

Flucht aus dem Elternhaus, Gewalt in Beziehungen, von Drogen oder anderen Suchtmitteln abhängig, bereits hoch verschuldet, Unterschlupf bei Freunden oder gänzlich ohne Bleibe und Geld,– das sind die gefährlichen Module des sozialen Elends, die schnell und auch anhaltend ins gesellschaftliche Abseits führen können.
Das Bild der Gesellschaft von der steilen, fast mühelosen beruflichen Karriere und der schnellen Befriedigung von Konsumwünschen (schnelles Geld, schicke Wohnung, geiles Handy etc.), steht in krassem Widerspruch zu der sozialen Realität, der in prekären Verhältnissen lebenden Jugendlichen.
Diesen starken Bildern, von den Medien vielfältig und vehement verbreitet, entgehen auch die sozial schwächeren Jugendlichen nicht. In ihrem Erleben wird das Versprechen der Gesellschaft nicht eingelöst, stattdessen sehen sie sich einer Fülle von Anforderungen gegenüber, denen sie sich nicht gewachsen zeigen. Enttäuscht, betrogen, arbeitslos, wohnungslos - der Wunsch nach den eigenen vier Wänden, nach Selbständigkeit und selbständiger, nicht bevormundeter Lebensgestaltung nicht erfüllt.

Die Antworten der Jugendlichen fallen unterschiedlich aus. Manchmal stehen sie mit schockierenden Schlagzeilen im Mittelpunkt, viel häufiger aber sind sie resigniert, verzweifelt und fühlen sich allein gelassen.

SOZPÄDAL setzt sich schon seit vielen Jahren für die Belange von Jugendlichen und wohnungslosen Menschen ein und bietet in verschiedenen Projekten praktische Hilfen, Beratung und Unterstützung an. Die auffallende Zunahme junger Menschen in existentiell schwierigen Lebenslagen, die die Beratungsstelle von SOZPÄDAL aufgesucht haben, gab die Anregung zu einem Projekt an der Schnittstelle Jugendhilfe und Wohnungslosenhilfe.

In den Dokumentar- und Spielfilmen wird deutlich, wie stark das soziale Umfeld und die Perspektivlosigkeit auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene wirkt, sie zeigen höchst authentisch ihre Lebenswelt und wie sie unter diesen widrigen Umständen nach individuellen Lösungen suchen.

Herr Bürgermeister Ullrich Eidenmüller wird bei der Eröffnung anwesend sein und ein Grußwort überbringen.

Die Schirmherrschaft der Filmwoche hat Herr Bürgermeister Harald Denecken übernommen.
Eröffnet wird die Filmreihe mit dem Film „Ghettokids“
( Donnerstag, 06.03./19Uhr).
Im Anschluss wird Frau Dr. Claudia Wallner, (freie Autorin und Mitbegründerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik e.V.), über Ursache und Auswirkungen prekärer Lebensverhältnisse in der Jugend referieren.

Begleitend zur Filmwoche zeigt der Fotograf Peter Empl eine Ausstellung, die sich mit den Wünschen und Lebensrealitäten von Menschen auseinandersetzt, die nicht zu den Gewinnern des neoliberalen Gesellschaftsumbaus gehören.

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