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Das Frauenschiff fuhr gegen den Strom
Netzwerke verbinden Frauenorganisationen

GEMEINSAMKEIT war auch unter den Frauen beim Podiumsgespräch während ihrer Schifffahrt „Leinen los“ auf der MS Karlsruhe Trumpf. Unterschiedliche Frauenorganisationen hatten zu dem Event auf dem Strom eingeladen.

Die Idee, mit einem Schiff voller Frauen stromaufwärts den Rhein zu befahren, kam den Initiatorinnen im vergangenen Jahr im Rahmen des Internationalen Frauentages. „Wir haben uns überlegt, wie wir bessere Chancen der Vernetzung finden und Frauen unterschiedlicher Bereiche und Generationen zusammenbringen können“, erklärte am Samstagabend auf der MS Karlsruhe die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Annette Niesyto.

Mitglieder von vielen Frauenorganisationen, Migrationsbeirätinnen, Frauenpatinnen und Einzelkämpferinnen sollten die Gelegenheit haben, sich kennenzulernen und zu erkennen, was andere machen und was sie verbindet. Besonders beeindruckend sei im Vorfeld die Resonanz von Sponsorinnen gewesen, hieß es. Die Organisatorinnen vom Gleichstellungsbüro, dem Arbeitskreis Migrationsbeirat, der Gruppe BPW (Business Professional Women), von Sozpädal und vom Kulturverein Tollhaus hatten um Ticketspenden gebeten. So sollten die Aktion auch Frauen erreichen, die sich die Rheinfahrt nicht leisten können. 60 Karten konnten so unkonventionell vergeben werden.

Um 18 Uhr erteilte Kapitän Klaus Focke den Befehl „Leinen los“, und die „Karlsruhe“ startete mit rund 250 engagierten Frauen im Rheinhafen. An Bord wartete ein abwechslungsreiches Programm auf die Teilnehmerinnen mit Seemannsliedern und amüsanten Frauen-Geschichten von Birgit Bücker und Antje Schumacher.

Dazu kam noch fetziger Rock der Sängerin, Komponistin und Regisseurin Bernadette La Hengst. Während der zweistündigen Fahrt flussaufwärts gab Hafendirektorin Patricia Erb-Korn einen kleinen Einblick in ihre Arbeit.

Als einzige Chefin eines Binnenhafens in Deutschland steht Erb-Korn seit drei Jahren den Karlsruher Rheinhäfen vor. Sie forderte die Frauen vor allem auf, den Mund aufzumachen und sich nicht zu verstecken.

Im Hafen zurück diskutierten auf dem Podium im Fahrgastschiff Frauen aus Wirtschaft, Recht, Lehre und Kultur über die Stellung der Frau in der Gesellschaft. „Meckern und vor allem Handeln“ müssen Frauen, erklärte die Richterin am Bundesverfassungsgericht Susanne Baer. Die Bedeutung von gegenseitiger Unterstützung durch Netzwerke unterstrichen die Gewerk-schafterin Martina Hillecke, Migrationsbeirätin Sibel Uysal und Künstlerin Bernadette La Hengst. Bis nach Mitternacht hatten die Frauen Gelegenheit, neben ausgelassenem Tanz, Gespräche zu führen und neue Kontakte zur Unterstützung der Arbeit zu knüpfen.

Petra Stutz - BNN 14.04.2013

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