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Arbeiten hat gut getan

eki. Nach dem Förderschulabschluss hat der 20-Jährige zunächst einmal im Supermarkt gejobbt. Doch nicht sehr lange, nach einer Schlägerei lag die Kündigung auf dem Tisch und eine neue Arbeitsstelle schien in weiter Ferne. Vor einem Jahr wurde der schlanke, junge Mann dann ins Projekt Labor des Vereins Sozpädal vermittelt. Labor steht für „Lust auf Beschäftigung, Orientierung und Richtung“ und soll junge Erwachsene mit den verschiedensten Problemen einen Einstieg ins Berufsleben ermöglichen.

Rund 15 Jugendliche werden in dem Projekt sozialpädagogisch betreut und dürfen bei Arbeitsgelegenheiten in der Kriegstraße sowie in einem Kleingarten am Beiertheimer Feld ihr Geschick in verschiedenen handwerklichen und organisatorischen Tätigkeiten ausprobieren, um dabei ihre beruflichen Neigungen kennenzulernen. Der 20-Jährige will sein Leben künftig in die eigene Hand nehmen, im Herbst beginnt er mit einer Ausbildung als Malerfachwerker und wenn alles gut geht, will er auch eine eigene Wohnung suchen. Sein Fazit nach über einem Jahr „Labor-Arbeit“: „Das Arbeiten hat gut getan. Es war sinnvoller, als nur Zuhause rumsitzen und abwarten“.

Außerdem hat er gemeinsam mit den anderen Projektmitarbeitern etwas Sichtbares auf die Beine gestellt, nämlich ein solides Gartenhaus im Labor-Garten. Vor über einem Jahr wurde der städtische Garten von Sozpädal für die Projektarbeit gepachtet, seither haben die jungen Erwachsenen viele Arbeitsstunden in die Neugestaltung investiert und die einst verwilderte und von Dornenbüschen umwachsene Brache in ein echtes Kleingartenidyll mit Zier- und Obstpflanzen sowie Freiflächen verwandelt.

Mit dem Bau des Holzhauses wurde ein weiterer Schritt zur Aufwertung des Geländes gemacht, finanziert wurde das Haus je zur Hälfte aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Stiftung „Wohlstand teilen“ von Peter Henz. Er habe die Stiftung ins Leben gerufen, damit er mit seinem Geld auch Leute unterstützen und fördern könne, die sich nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens befinden, so Henz. Seit mehreren Jahren engagiert er sich für die niederschwelligen Projekte von Sozpädal, um jungen Menschen in prekären Lebenssituationen zu Wohnung, Arbeit sowie einer Perspektive fürs weitere Leben zu verhelfen.

Durchs Projekt Labor würden junge Erwachsene unter 25 Jahren aufgefangen, bei denen die Vermittlungsversuche und Weiterbildungsangebote des Jobcenters nicht mehr fruchteten, beschreibt Peter Empl von Sozpädal das Projektziel. „Viele der Teilnehmer kommen aus zerrütteten Elternhäusern, haben keinen Schulabschluss, dafür aber Suchterfahrung. Wir betreuen die Leute bei ihren Problemen und helfen ihnen zurück in die Spur“.

BNN 13.06.2013

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